Gesellschaftshaus und Alte Lateinschule

Gesellschaftshaus
Gesellschaftshaus

Der Klosterkirchenruine gegenüber steht das ehemalige Gesellschaftshaus, Poststraße 15, ebenfalls ein Teil der Klosteranlage. 1872 wurde es durch einen Aktienverein zum Hotel umgebaut. Der östliche Gebäudeteil wurde nach der Gründung des Instituts für Lehrerbildung als Internat und Mensa genutzt. Nach 1976 wurde der westliche Teil ausgebaut und der einstige Betsaal der Magdalenerinnen diente bis 1992 als Studentenklub. „Gesellschaftshaus und Alte Lateinschule“ weiterlesen

Der Engel mit dem Telefon

Engel mit Telefon
Engel mit Telefon, Postamt Großenhain

Großenhain war die wichtigste Station auf der Hohen Straße zwischen Boritz/Merschwitz bzw. Strehla/Lorenzkirch und Kamenz. Hier wohnte der Geleitsmann, der das markgräfliche, später kurfürstliche Geleit von den Fuhrleuten einkassierte. Wenn sie in Leipzig ankamen, hatte ein Bote bereits das Verzeichnis der überprüften Wagen aus Großenhain gebracht, und wer nicht darin stand, konnte sein Fuhrwerk verlieren.
Nachts standen die Wagen auf dem riesigen Marktplatz, wo sie vor Räubern geschützt waren. Seit 1443 besaß die Stadt das Niederlagsrecht: alle Waren mussten zuerst hier feilgeboten werden. Auch der Waidhandel wurde 1489 von Görlitz hierher verlegt. Handwerker fanden reichliche Aufträge.
Ob wohl von all diesem Reichtum noch etwas übrig ist? Wenn man vom Cottbusser Bahnhof in die Stadt geht, kommt man an frisch sanierten Villen vorbei und am Postamt mit dem telefonierenden Engel. Soviel ich weiß, gibt es einen ähnlichen Engel nur noch in ’s-Hertogenbosch (wie hätte das dem alten Bosch gefallen!), wo er allerdings auch noch eine Handynummer und einen Twitter-Account hat.
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Die Hühnerwunder auf dem Jakobsweg

SantoDomingoDeLaCalzadaHühner

Großenhain lag an der Hohen Straße (via regia), einem Teil des Jakobsweges. Daran erinnert auch die Sage „Der Hahn in der Jacobskapelle zu Großenhayn“: Vor dem Wildenhayner Thore an dem großen sogenannten Spittelteiche liegt die St. Jacobskapelle, zu dem gleichnamigen Jacobshospital gehörig, in welcher auf einem Altargemälde ein großer Hahn abgebildet ist, der zugleich als Wahrzeichen von Großenhayn, welches allerdings bereits in einer Urkunde von 1312 (bei Gercken. Diplom. Vet. March. Brandenb. T. III. p. 577) ausdrücklich „Stadt Hahn“ genannt wird, dienen soll. „Die Hühnerwunder auf dem Jakobsweg“ weiterlesen