Riesa – der Eingang zur Stadt

Riesa, Klostergarten
Riesa, Klostergarten

Das hatte ich nicht gewusst: Das älteste Kloster der Mark Meißen steht in Riesa – und einige Gebäudeteile können noch in ihrer originalen Gestalt besichtigt werden! Danke, liebe VVO, für die Tageskarte, die den Ausflug erschwinglich macht. Doch der Reihe nach. Es ist ein weiter Weg durch die raue Schale bis zum süßen Kern der Stadt- „Riesa – der Eingang zur Stadt“ weiterlesen

Der braune Baum von Riesa

Riesa, Elbquelle/Wintereiche
Riesa, Elbquelle/Wintereiche von Immendorf

Elbquelle/Wintereiche. Albquelle wohl eher. Der listige Odysseus brachte sein Danaergeschenk, die Donareiche mit dem gestürzten Kreuz wurde gepflanzt im verlorenen Land vom umgekehrten Bonifaz – Malefiz. Dem unbarmherzigen Richter, wie Azdak nur scheinbar bestechlich. Seht den emporgereckten Arm des Riesenkalmars Architheutis, zur Warnung der Schiffsleute: hic sunt Saxoni.

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Von Frauenhain nach Raden Teil 2 🗓 🗺

Anna Dorothea Baldauf geb. Sonnewald übte von 1725 – 1737 in Frauenhain die Gutsherrschaft aus. Sie „suchte alle Fronen und Dienste der Gemeinde willkürlich zu steigern, während sie den Leuten das Lehnholz verkürzte; auch bei einem Umbau der Kirche erlaubte sie sich auf Kosten der Gemeinde so große Eigenmächtigkeiten, dass ihre Erben später 600 Taler herauszahlen mußten. Deshalb wurde ihr über der Orgel angebrachtes Symbol, eine goldne Sonne, die bis ins 19. Jahrhundert hinein die Bauern an ihre Quälerin erinnerte, nicht eben mit freundlichen Augen angeschaut.“  (O.E. Schmidt) Sie war mit dem Leibchirurgen des Kurfürsten vermählt und blieb vermutlich deshalb von der Einquartierung beim Zeithainer Lustlager 1730 verschont. (Paul Flade)

Frauenhain, Schloss
Frauenhain, Schloss, 18. Jahrhundert

Aber war sie wirlich die Schlimmste von allen? Im Hauptstaatsarchiv Dresden liegen noch Dokumente über den Vergleich der Herren von Weißenbach mit den Frauenhainern über die zu leistenden Dienste.

Heute jedenfalls gibt es hier jedes Jahr das Inselfest und den Naturmarkt.

Durch schattige Alleen führt der weitere Weg bis zum Röderkanal, dann kommt ein ödes Stück Land mit Maisfeldern, bis die Häuser von Raden in Sicht kommen. In der Woche fährt hier tatsächlich noch ein Bus…

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