Katharina von Brandenburg – Markgräfin für drei Tage

Stallgebäude oder Altes Schloss, Zabeltitz
Stallgebäude oder Altes Schloss, Zabeltitz

Von allen Frauen, die im Schloss Zabeltitz lebten, hatte sie wohl die bewegteste Geschichte: Katharina Balbiano, geboren 1670, wurde sehr jung mit dem Grafen Salmour verheitratet und gebar ihm drei Kinder. Als ihr Ehemann bei der Belagerung von Cuneo fiel, war sie mit 20 Jahren Witwe. In Turin begegnete sie 1694 dem Markgrafen Karl Philipp von Brandenburg-Schwedt, Bruder Friedrichs III. von Brandenburg. Ohne Genehmigung des mächtigen Bruders schlossen sie die Ehe vor einem Geistlichen, also nach Auffassung der katholischen Kirche rechtmäßig. Doch das Gefolge des Prinzen ließ die Braut in ein Kloster verschleppen, Karl Philipp verteidigte sie mit dem Schwert, konnte sie aber nicht retten. Er selbst starb nach fünf Tagen am Fieber, Katharina wurde freigelassen und begann für die Anerkennung ihrer Ehe zu kämpfen. Weder Drohungen noch Bestechungsversuche konnten sie daran hindern, den Namen Katharina von Brandenburg zu führen. Erst als sie in Wien den Grafen Wackerbarth kennenlernte und 1707 heiratete, legte sie den Namen ab. Der Graf adoptierte ihren Sohn, Joseph Anton Gabaleone, der nun den Namen Wackerbarth-Salmour führte und sich zu einem bedeutenden sächsischen Politiker entwickelte. Er war Kammerherr, Diplomat, Kabinettsminister und nach seiner Entlassung Oberhofmeister des Prinzen Christian. Die Wackerbarths besaßen das Schloss Zabeltitz, und zu ihrer Zeit wurde der wundervolle Park angelegt. – Mehr über Katharina gibt es in der Wikipedia zu lesen.

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