Im Schradenland: Das Pfeifholz 🗓 🗺

Die Alte Schacht im Pfeifholz
Die Alte Schacht im Pfeifholz

Von Gröden aus führt eine Straße zum Landhaus, dort beginnt der Lehr- und Erlebnispfad. Er führt zur Alten Schacht, einem kleinen Waldsee, Überrest des Helenenschachtes, der ersten Tongrube in Gröden. Der Bergbauunternehmer August Hahn gründete sie 1861 und baute auch eine Ziegelei. 1890 wurde der Abbau eingestellt und es entstand ein Badesee. Wenn die Mücken damals schon so aggressiv waren wie heute, kann ich auch genau sagen, warum das Baden später unterblieb. Eine einsame Seerose blüht  im braunen Wasser.

Am Heidebergturm
Am Heidebergturm

Nun verlasse ich den Lehrpfad und folge dem Wegweiser zum Heidebergturm durch das Skigebiet. Früher gab es hier sogar eine Skihütte. Den Turm habe ich zuerst von Zabeltitz aus gesehen und gleich gedacht, da möchte ich rauf. Die Aussicht ist nach allen Seiten ziemlich gleich, Wald, Felder und am Horizont die Berge. Es sieht wie ein gemütliches Agrarland aus, obwohl man bis Schwarze Pumpe schauen kann. Der Turm wurde erst 2008/09 erbaut und ist 34m hoch. Er hatte auch einen Vorgänger, den Straucher oder Bernhardsturm, zu dem eine Stromleitung führte, so dass er abends in rotem Licht erstrahlte. 1958 riss der Sturm die Spitze des Turmes ab, worauf der ganze Bau entfernt wurde.

Historische Gradmessungssäule Strauch
Historische Gradmessungssäule Strauch

Links neben der Asphaltstraße führen ein paar Stufen hinauf zur historischen Gradmessungssäule Strauch. Sie wurde 1866 östlich des Aussichtsturmes am Grenzweg errichtet, 20 Meter von der preußischen Grenze entfernt. Maßgebender Gestalter der Gradmessung in Sachsen war Prof. Christian August Nagel, Direktor des Mathematisch-Physikalischen Salons im Dresdner Zwinger.

Bei der Landesvermessung 1862 – 1890 wurden zwei Dreiecksnetze geschaffen, das Nezt für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe) mit 36 Punkten und die Kgl. Sächs. Triangulierung (Netz II. Classe) mit 122 Punkten. Das alles kann man auf einer Informationstafel am Fuß der Treppe lesen, liebevoll gestaltet von der Interessengemeinschaft Nagelscher Säulen. In Quersa gibt es ein kleines Museum im letzten erhaltenen Basishaus der Großenhainer Grundlinie dieser Vermessung. Die Schlüssel dazu liegen:

  • beim Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Interessengemeinschaft Nagelsche Säulen,
  • beim Kreisvermessungsamt Meißen in Großenhain,
  • bei der Stadtverwaltung Großenhain, Ordnungsamt,
  • bei der Gemeindeverwaltung Lampertswalde und
  • bei der Geschäftsstelle des DVW-Landesvereins Sachsen e.V.
Grenzstein 168 im Pfeifholz
Grenzstein 168 im Pfeifholz

Hier kommen wir nun an die Sächsisch-Preußische Grenze, verlassen die Asphaltstraße und folgen dem Grenzsteinweg, der an der Amtsgrenze von Röderland und Schradenland mit der Grenzsteinnummer 175 beginnt und an der Grenze vom Amt Ortrand mit der Nummer 160 endet, in den schattigen Wald hinein. Auch zu diesem Weg gibt es eine Infotafel, von der ich das alles abgeschrieben habe…

Sommerstauden blühen am Wegrand, bis der Weg die Straße kreuzt und auf der anderen Seite über offenes Land führt, bis an die Bahnstrecke. Hier geht es links nach Zabeltitz, rechts mit sehr häßlichen Umwegen nach Frauenhain.

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Gröden
Heidebergturm Map

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